In einer jungen modernen Stadt wie Norderstedt stellen sich folgende Fragen: Wie erhalten wir die Lebensqualität in Norderstedt? Wie können wir diese noch ausbauen? Braucht Norderstedt zum Beispiel einen richtigen Stadtkern? Die Stadtzentren und Ortskerne sind von zentraler Bedeutung für die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Wohnort und gleichzeitig das „Aushängeschild“ für Besucher und potenzielle Zuwanderer. Deshalb gilt es die Mitte Norderstedts auch in Zukunft zu erhalten, auszubauen und attraktiv zu gestalten. Wie wäre es mit einer echten neuen Mitte?

Ein Zentrum ist auch für die Zukunftsfähigkeit einer Stadt enorm wichtig. Um das Zentrum für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen attraktiv zu machen, sollten wir in Norderstedt die urbanen Qualitäten stärken und öffentliche Angebote in den Bereichen Kultur, Bildung und Information als Ankernutzungen im Zentrum ansiedeln.

Ich möchte ein Zentrum mit einer hohen Lebensqualität. Bürgerinnen und Bürger sollen sich dort gerne aufhalten. Eine hohe Aufenthaltsqualität ist mir deshalb sehr wichtig. Diese erreichen wir durch vielfältig nutzbare Plätze und Straßen sowie Sitzmöglichkeiten und attraktive Fußwegeverbindungen.

Das Zentrum beziehungsweise die Mitte soll lebendig sein. Als Ort der Repräsentation muss für öffentliche Zusammenkünfte, Veranstaltungen, Kunst und Kultur soll es jeder nutzen können.

Norderstedt ist eine Stadt im Grünen. Das macht hier die Lebensqualität aus. Wir haben in Norderstedt aber auch viel Verkehr und damit einhergehende Emissionen. Wenn wir mithilfe weniger und sinnvoller verkehrsberuhigender Maßnahmen die Belastungen und Nutzungseinschränkungen durch den motorisierten Verkehr minimieren, werden damit die Umweltbelastung reduziert und Luftreinhaltung verbessert.

Ich möchte, dass Norderstedt eine Stadt für alle ist. Mir ist es wichtig, dass auch mobilitätseingeschränkte Menschen am städtischen Leben teilhaben. Daher ist es wichtig, Barrieren für bewegungseingeschränkte Menschen im öffentlichen Raum und in den öffentlichen Gebäuden weitestgehend abzubauen.

Viele Menschen sind mit der Stadtplanung unzufrieden. Das kann ich nachvollziehen. Für Planungen zur Aufwertung des öffentlichen Raums bietet es sich an, die Konzepte zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern aber auch mit der Wirtschaft zu entwickeln. Für die Umsetzung von Projekten sollte das ansässige Gewerbe mit einbezogen werden. Die Wirtschaftsakteure haben häufig zum einen ein Eigeninteresse an einer attraktiven Innenstadt und zum anderen sollte durch Kooperation mit ihnen auch privates Kapital für die Finanzierung von Maßnahmen im öffentlichen Raum mobilisiert werden. Wichtig ist, dass bei allen Planungen das Grün in der Innenstadt erhalten bleibt, denn genau dieses steigert die Aufenthaltsqualität.

Fluglärm

Norderstedt lebt und profitiert von seiner Lage am Flughafen. Dennoch bedeutet diese Nähe zum Flughafen durch den Fluglärm auch Einbußen in der Lebensqualität vieler Bürgerinnen und Bürger. Deshalb ist der Fluglärm ein Thema, dass viele Norderstedter Bürgerinnen und Bürger betrifft. Dabei befinden wir uns in dem Spannungsfeld, den Flughafen Hamburg, der auch der Flughafen Schleswig-Holsteins ist, nicht in Frage zu stellen und fit für die Zukunft zu machen sowie gleichzeitig die betroffenen Bürgerinnen und Bürger nicht aus den Augen zu verlieren. Hier setze ich auf den Dialog mit unserem Hamburger Nachbarn. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Belastung durch den Fluglärm für die Norderstedterinnen und Norderstedter nicht weiter steigt und das Nachflugverbot eingehalten wird. Ich setze dabei auf das Gespräch mit dem Flughafen und der Hamburger Bürgerschaft, um hier tragbare Lösungen für alle Betroffenen zu finden, in denen die Belastungen gleichmäßig auf alle Schultern verteilt werden.

Sport schafft Lebensqualität

Zur Lebensqualität gehört aber auch das Sportangebot einer Stadt. Hier möchte ich den bereits zwischen den großen Vereinen bestehenden Dialog auf die kleineren Vereine ausweiten. Diese Gespräche über die verschiedenen Sparten hinweg sind auch im Rahmen der durchzuführenden Sportentwicklungsplanung wichtig, die ja bereits im zuständigen Fachausschuss diskutiert wird. Die Sportstätten in Norderstedt sind nicht überall in einem guten Zustand. Hier müssen wir Abhilfe schaffen, um die Vereine zukunftsfähig zu machen. Sportpolitik besteht aber nicht nur aus dem Vereinssport. In einer Sportentwicklungsplanung muss auch der Individualsport seine Berücksichtigung finden.

Ehrenamt

Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Norderstedt. Engagierte Bürgerinnen und Bürger, Organisationen sowie Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl, tragen zum sozialen Zusammenhalt bei und sind Ausdruck gelebter Solidarität. Ihr freiwilliger Einsatz ist unbezahlbar. Hierfür möchte ich eine Stabsstelle „Ehrenamt“ einrichten. Denn die Strategie muss lauten „Würdigen, wertschätzen, weiterentwickeln“. Ziel ist es, die bereits ehrenamtlich Tätigen bei ihrer Arbeit zu unterstützen, die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, sich für andere Menschen einzusetzen, zu stärken und zu erweitern sowie die gesellschaftliche Anerkennung hierfür zu verstärken. Als Lotse innerhalb und außerhalb Norderstedts soll die Stabsstelle die Bedeutung des Ehrenamtes hervorheben und deren Ausbau auf der regionalen und überregionalen Ebene voranbringen. Die Stabsstelle der Stadt Norderstedt soll dabei ihr Hauptaugenmerk auf die Anerkennung und gezielte Förderung, aber auch auf die Hilfestellung für das Ehrenamt legen.

Stadtfest

Was ist die Stadt Norderstedt ohne ihr Stadtfest? – Viele Jahre war das Stadtfest in Norderstedt eine Institution für Jung und Alt. Einmal im Jahr präsentierten sich die Kulturträger der Stadt und drum herum feierten die Norderstedterinnen und Norderstedter ein ganzes Wochenende ihre Stadt. Diese Form des Stadtfestes gilt es in Zusammenarbeit mit allen Akteuren, wieder in Norderstedt zu initialisieren.